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Ein Erfahrungsbericht aus der Aatalklinik Wünnenberg
In der Aatalklinik Wünnenberg, einem Zentrum für interdisziplinäre Frührehabilitation, werden
Patienten nach Schädelhirntrauma, cerebralen Insulten in den verschiedenen Phasen der Remission,
neurochirurgischen Eingriffen an Gehirn und Rückenmark, Querschnittlähmungen, hypoxischem
Hirnschaden, Multipler Sklerose, Morbus Parkinson und anderen degenerativen oder entzündlichen
Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems behandelt.
Den individuellen Bedürfnissen entsprechend, wird ein differenziertes Behandlungskonzept entwickelt
und der jeweiligen Phase der Remission im Behandlungsverlauf angepasst. Dabei wirken Ärzte, Physio-
und Ergotherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen und Sporttherapeuten sowie Pflegekräfte im Team
zusammen.
Patienten mit Wahrnehmungsstörungen werden u.a. im Snoezelraum mit individuell adaptierter
multimodaler Reizgebung behandelt.
Was ist Snoezelen?
Es handelt sich um ein therapeutisches Angebot, das vor über 20 Jahren in Holland und Belgien
entwickelt wurde.
Snoezelen ist ein holländisches Kunstwort und setzt sich aus den Wörtern „snuffelen“ ( = schnüffeln )
und „duselen“ ( = dösen ) zusammen.
Snoezelen findet in einem speziellen Raum statt, der in unserem Haus mit folgenden Materialien
ausgestattet ist:
- Mattenwiese
- Wasserklangbett
- Wassersäulen
- Spiegel
- Fasernebel
- Effektrad
- Spiegelkugel
- Farbrad
- Lichterhimmel
- Schwarzlicht und einer Musikanlage
In dem Raum
soll eine wohlbefindliche Atmosphäre für den Patienten geschaffen werden.
Über optische, akustische, propriozeptive, taktil-kinästhetische und vestibuläre
Reize sollen die Selbstregulationsprozesse, die Wahrnehmung und somit auch
die Motorik gefördert werden. Snoezelen kann im Kranken-, aber auch im Geistig-
oder Körperbehindertenbereich wirksam eingesetzt werden.
In der Aatalklinik Wünneberg werden hauptsächlich Patienten im apallischen Durchgangssyndrom, SHT-Patienten
und schwer betroffene Schlaganfallpatienten im Snoezelenraum einzeltherapeutisch behandelt. Es handelt sich
dabei um Patienten der Rehastufen B und C. Desweiteren findet auch ein gruppentherapeutisches Entspannungstraining
in der entsprechenden Räumlichkeit für Patienten der jeweiligen Rehastufen statt.
Eine individuelle Gestaltung des Reizangebotes, die Ruhe im Raum und das Miteinbeziehen der Angehörigen
sind Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Um eine zielgerichtete Therapie durchführen zu
können, benötigt der Therapeut wichtige und persönliche Informationen die er häufig nur von Angehörigen
erhalten kann. Aufgrund dieser Tatsache haben wir einen Fragebogen entwickelt, der als Grundlage für den
Therapieaufbau und deren Zielsetzung, von den Angehörigen ausgefüllt wird.
Fragebogen
Angehörigenfragebogen
Grob unterteilt haben wir in:
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Diagnose und Krankengeschichte
Diagnose und Krankengeschichte sind wichtig, da dass Erlebnis des Unfallhergangs und die
Unfallursache die Wahl der Effekte beeinflussen sollte.
z.B. Bei einem Patienten mit hypoxischem Hirnschaden nach Beinaheertrinken
sollte der Einsatz der Wassersäulen genau überdacht werden, damit das
Erlebnis nicht reproduziert wird.
Des Weiteren sagt die Diagnose über Belastbarkeit und Prognose des Patienten etwas aus und spezielle
Informationen können uns hier vom Arzt übermittelt werden.
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allgemeine Informationen zur Biographie
Besonders wichtig ist für uns, in welcher sozialen Situation sich der Patient vor dem Ereignis befunden
hat. Welche Rolle Familienmitglieder, Religion und Bildungsstand gespielt haben und in wie weit wir dies
in die Therapie einfließen lassen müssen.
z.B. Ein Patient hatte einen Verkehrsunfall, bei dem er seine Ehefrau
verloren hat. Hier stellt sich die Frage, welche Bezugsperson ihm jetzt
am nächsten steht und ob der Tod der Frau thematisiert werden sollte.
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Gewohnheiten und Vorlieben
Anhand der Gewohnheiten und Vorlieben kann die richtige Lagerungsposition und die Auswahl der Effekte
getroffen werden.
z.B. Lieblingsschlaflage rechte Seite, bevorzugt klassische Musik und
sanfte Farben wie Gelb und Grün.
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wichtige Informationen über den Funktionsstatus und Eigenschaften des Patienten
Funktionsstatus und Eigenschaften geben uns Informationen über Bewegungseinschränkungen, Schmerzzuständen
und Berührungsempfindungen.
z.B. zeigt ein Patient eine eingeschränkte und schmerzhafte Hüftgelenksbeweglichkeit.
Die Angehörigen geben an, das er eher eine zurückhaltende Persönlichkeit
war und auf Berührung empfindlich reagiert. Diese Information beeinflußt
das Handling der Therapeuten mit dem Patienten.
Materialien und Effekte
Um das Spektrum der Effekte und Materialien in ihrer Wirkungsweise zu verdeutlichen, möchten wir anhand einer
Raumskizze diese näher erläutern.
Mattenwiese
Ein großer Bereich der Bodenfläche wurde mit einer Mattenfläche ausgestattet. Sie ermöglicht uns die Patienten
individuell zu lagern und bietet von den unterschiedlichen Positionen aus jeweils ein besondere Auswahl an
visuell, auditiv oder taktil Effekten. Die Mattenfläche besteht aus einem festen Schaumstoffmaterial, dass mit
einem keimabweisenden Material überzogen ist und dadurch eine glatte Oberfläche bekommt.
Wasserbett
Eine vorhandene Raumniesche nutzten wir für den Standort des Wasserbetts. Hier können wir dem Patienten
eine „Höhle“ bauen. Vorhänge dienen dazu die Öffnung zu verschließen und spezielles Lagerungsmaterial
(wie z.B. Stillkissen oder Lagerungsschlangen ) ermöglicht es uns die Patienten in einer geborgene Position
zu lagern. Die angenehmen 32°C der Wassertemperatur unterstützen das Wohlbefinden der Patienten. Rund um
die Wasserfläche wurde ein fester Schaumstoffrand gesetzt, damit durch Begleitpersonen, die die Therapie
anleiten, keine ungewollten Schwingungen des Wassers erzeugt werden. Eine Sitzfläche am Ende des Bettes gibt
den Therapeuten die Möglichkeit den Patienten zu beobachten und sanft Schwingungen des Wassers in longitudinaler
oder horizontaler Richtung auszulösen. Desweiteren unterstützen die unter dem Bett installierten Basslautsprecher
die Tiefenwirkung auf den Patienten.
Aromaspender
Der Raum kann mittels eines elektrisch angetriebenen Aromaspender mit unterschiedlichen Düften durchflutet
werdent, Das Aroma wird tropfenweise durch Luftzufuhr in den Raum verströmt. Die Wirkung der verschiedenen
Duftstoffe muß überdacht sein, da jeder Patient anders auf einen Duft reagiert. Eine Vielzahl von Büchern helfen
Therapeuten und Angehörigen, sich einen Überblick über das Spektrum der Aromatherapie zu verschaffen.
Musik und Anlage
Eine spezielle Musikanlage ermöglicht, die Raumbeschallung getrennt vom Wasserklangbett zu steuern. Durch einen
Verstärker können wir so individuelle Höhen und Tiefen der Musik hervorheben und auf den jeweiligen Patienten
einstellen. Besonders gut eignen sich bei entspannender Musik die Vertonungen von M. Buntrock, da sie dem
natürlichen Herzschlag nachempfunden sind. Es zeigt sich aber immer wieder, dass persönliche Lieblingsmusik
der Patienten, in der Therapie Reaktionen hervorrufen. Literatur zur Musiktherapie helfen dem Laien sich über
die Wirkungsweisen näher zu informieren.
Lifteranlage
Adipöse, aber auch schwer betroffene Patienten können mit einer Lifteranlage überall auf den Mattenflächen oder
dem Wasserbett positioniert werden. Dies wird durch eine Schiebeleiste an der Decke erreicht.
Raumteiler
Um den Blick auf die Raumtür zu nehmen und so den Patienten besser auf die Effekte fokussieren zu können,
wurde ein Schrank als Raumteiler gewählt. Dieser bietet seitens des Eingangs die Möglichkeit Materialien zu
lagern. Seitens der Liegefläche wurde ein Spiegel angebracht, der den Raum optisch vergrößert und die Effekte
wiederspiegelt.
Wassersäulen
Vor der Spiegelfläche stehen eine große und kleine Wassersäule, die je nach Position auf der Mattenfläche,
sich optisch auf bis zu 7 Säulen vervielfältigen. Es ist uns möglich die Säulen getrennt voneinander anzuschalten,
sie aber auch synchron aufeinander abzustimmen. Jede Säule bietet die Möglichkeit erleuchtet zu werden. Sie kann
in 6 unterschiedlichen Farben leuchten, die im Wechsel aufeinander folgen, aber auch auf einer speziellen Farbe
stillstehen kann. Aufsteigende Luftblasen können zugeschaltet werden, die einen intensiven optischen wie
akustischen Reiz setzen.
Glasfaserwasserfall
An der Projektionswand ist ein Glasfaserwasserfall angebracht worden, der in wechselnden Farben leuchtet
und bis auf die Mattenfläche hinunterfließt. Patienten können die Glasfasern ergreifen und durch bewegen
interessante Lichteffekte erzeugen. Von weitem betrachtet, bietet der „Wasserfall“ ein intersessantes
Farbschauspiel.
Effektrad
Das Effektrad bietet die Möglichkeit an der gegenüberliegenden Projektionswand Landschaften oder Bilder zu
projezieren. Wir arbeiten beispielsweise mit einem Wolkenhimmel oder Sonnenuntergang und können im Lichtstrahl
des Projektors dazu Mobiles bewegen die vielleicht einen fliegenden Vogel nachstellen. Der Effektor bietet aber
auch die Möglichkeit mit einem zusätzlichen Aufsatz Dias zu zeigen, die für jeden Patienten individuell
ausgesucht werden.
Spiegelkugel und Farbscheibe
Oberhalb der Mattenwiese in der Raumecke, hängt eine Spiegelkugel. Durch eine Lichtquelle die an der
gegenüberliegenden Wand angebracht ist, wird die Spiegelkugel angestrahlt und somit eine vielzahl von
gespiegelten Lichtpunkten im Raum erzeugt. Die Lichtpunkte können in den Farben rot, gelb, grün und blau
erscheinen, da vor der Lichtquelle eine drehbare Farbscheibe angebracht ist. Desweiteren verfügt die Spiegelkugel
über einen geschwindigkeitsregelnden Motor, der die Kugel um die eigene Achse drehen kann und dadurch die
Lichtpunkte im Raum wandern läßt.
Schwarzlicht
Eine an der Außenwand angebrachte Schwarzlichtröhre ermöglicht es uns, die Patienten auf Personen oder
Gegenstände zu fokussieren. Weiße Kleidung oder fluoreszierende Materialien leuchten im Schwarzlicht und
auch hier kann mit entsprechenden Mobilees gearbeitet werden.
Lichterhimmel
An der Decke wurde ein Lichterhimmel angebracht der nur in Weißlicht leuchtet aber 7 Möglichkeiten einer
Lichtorgel bietet (langsamer und gedimmter Wechsel der Lichter bis zu Flackerlicht).
Wolkenhimmel
Die gesamte Deckenfläche des Snoezelenraumes und die Wände beim Wasserbett, sind mit Stoff abgehängt um so eine
gedämpfte und gemütliche Raumatmosphäre zu schaffen.
Aufbau einer Snoezeleneinheit
Eine Snoezeleneinheit wird grundsätzlich in 3 Abschnitte eingeteilt.
Anhand eines Patientenbeispiels möchten wir den Aufbau einer Snoezeleneinheit verdeutlichen.
Herr W. hatte ein schweres SHT und befindet sich in der Remission des Apallischen Durchgangssyndroms. Er zeigt
vor allem in beiden Beinen einen erhöhten Beugetonus. Bei geführten Bewegungen des rechten Armes hilft er
mit die Hand zu bewegen.
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Vorbereitung des Raumes und Einstimmen des Patienten
Im Fall von Herr W. wählten wir ruhige Entspannungmusik, um ihn nicht zu stark zu stimulieren. Als
Effekte wurden die Wassersäulen in einer Farbe angestrahlt. Da der Patient auf der Weichbodenmatte vor
den Wassersäulen gelagert werden soll, mußte noch der Deckenlifter vorbereitet werden. Nachdem alle
Vorbereitungen getroffen sind,holen wir Herr W. in seinem Rollstuhl sitzend aus seinem Zimmer ab. Erklären
ihm, dass wir jetzt gemeinsam in den Snoezelraum fahren, der abgedunkelt ist und mit den o.g. Effekten
vorbereitet wurde.
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Snoezelen selbst
Im Snoezelraum angekommen transferieren wir Herr W. mittels des Deckenlifters auf den Mattenboden und
lagern ihn im Langsitz vor den Wassersäulen. Wir geben ihm ein wenig Zeit zur Ruhe zu kommen und sich
an den Raum zu gewöhnen. Herr W. wirkt wach und aufmerksam. Der Therapeut führt die rechte Hand des
Patienten über dessen Oberkörper bis hin zum Gesicht. Dabei versucht Herr W. mitzuhelfen und zeigt
spontane Aktivität sich selbst über das Auge wischen zu wollen. Während dieser Aktivität entwickelt
Herr W. kurzfristige Kopfkontrolle. Um weiter an der Kopfkontrolle zu arbeiten, schalten wir als einen
zusätzlichen visuellen aber auch akustischen Reiz die Luftblasen in der rechten Wassersäule hinzu. Der
Therapeut bittet den Patienten den Kopf in Richtung der neuen Effektquellen zu richten. Durch
unterstützen des Patienten kann der Therapeut die Bereitschaft von Herr W. spüren, die Bewegung
durchzuführen, für deren selbständige Durchführung ihm aber noch die Kraft fehlt. Bei widerholten
Kopfbewegungen zeigt er eine immer besser werdende Bewegungskontrolle. Auf die Frage des Therapeuten,
ob die Luftblasen in der Wassersäule wieder ausgeschaltet werden sollen, antwortet Herr W. mit einem
Kopfnicken. Daraufhin gibt ihm der Therapeut die Fernbedienung in die Hand und schaltet geführt mit
dem Patienten die Luftblasen aus.
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Entsnoezelen
Nach diesen Sequenzen ist fast eine Stunde vergangen und es beginnt nun das langsame Entsnoezelen
des Patienten.
Zuerst wird das Fenster leicht geöffnet und die Musik leiser gestellt, bis sie ganz verstummt ist. Damit sich
der Patient langsam wieder an die Geräusche auf dem Flur gewöhnen kann, öffnen wir die Flurtür, wodurch
zusätzliches Tageslicht in den Raum fällt. Wir schalten die gedimmte Deckenbeleuchtung ein und die Wassersäulen
aus. Der Patient bekommt immer wieder Zeit sich an die Veränderungen zu gewöhnen. Zum Schluß transferieren wir
Herr W. mit dem Lifter zurück in seinen Rollstuhl und bringen ihn in sein Zimmer. Hier sollte nach der
Snoezeleneinheit eine ruhige Atmosphäre herrschen, damit die Erfahrungen der Snoezeleneinheit noch
nachwirken können.
Dokumentation des Therapieablaufes und der Erfolge
Um die Therapie dokumentieren und Fortschritte der Patienten erfassen zu können, arbeiten wir mit
einem Verlaufsprotokoll und einer Punktetabelle, die einige Aspekte des EFA (Early Funktional Abilities)
enthält.
In dem Verlaufsprotokoll ist das Datum der Therapie zu vermerken, welche Effekte genutzt und welche Position
eingenommen wurde, sowie Besonderheiten im Therapieverlauf. Die Punktetabelle gibt uns die Möglichkeit für
die Bereiche Vegetativum, Fazio-Oralen-Trakt, Sensomotorik und kognitive Funktionen Punkte im Wert
von 1-5 zu vergeben.
Vegetativum, darunter beurteilen wir:
- vegetative Stabilität
- Wachheit
- Lagerungstoleranz
- Ausscheidungsverhalten
Fazio-Oraler Trakt:
- FO-Stimmulation
- Schlucken
- Zungenbeweglichkeit/Kauen
- Mimik
Sensomotorik:
- Tonusanpassung
- Kopfkontrolle
- Rumpfkontrolle/Sitzen
- Umsetzen/Transfer
- Stehen
- Willkürmotorik
- Fortbewegung/Mobilität im Rollstuhl
Kognitive Funktionen:
- taktile Informationen
- visuelle Informationen
- akustische Informationen
- Kommunikation
- Situationsverständnis
Somit ergeben sich 20 Items die minimal einen Punktewert von 20 und maximal von 100 erreichen
können.
Die Punktvergabe zielt auf die vorhandenen Fähigkeiten des Patienten ab:
| 1 Punkt |
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fehlend, nicht sicher erkennbar |
| 2 Punkte |
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angedeutet erkennbar, instabil, ungezielt/undifferenziert, schwer eingeschränkt |
| 3 Punkte |
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deutlich erkennbar, stabil, gezielt/wenig differenziert, mittelgradig eingeschränkt |
| 4 Punkte |
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deutlich erkennbar, stabil, gezielt und differenziert, leichtgradig eingeschränkt |
| 5 Punkte |
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deutlich erkennbar, stabil, nicht wesentlich eingeschränkt |
Anhand dieser Punktvergabe kann innerhalb von mehreren Wochen ein Verlauf des Patienten
dokumentiert werden.
Resumeé
Zusammenfassend können wir aus unseren Erfahrungen beim Snoezelen mit schwerst betroffenen Patienten folgende
Schlussfolgerung ziehen:
Durch dieses individuelle und besondere Therapieangebot wird den Patienten und Angehörigen Zeit gegeben sich mit
ihrer neuen Lebenssituation auseinander zu setzen aber auch Ruhe zu finden. Wir konnten beobachten, dass Patienten
nach dem Snoezelen sich besser auf andere Therapien einlassen konnten und ein erhöhtes Maß an Fortschritten
aufwiesen. Gerade für stark beeinträchtigte Patienten ist das Spektrum an möglichen Therapien eher gering. Ein
Snoezelenangebot bietet diesen Patienten Zeit und Raum auf einfachste Weise mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen
und die eigene Körperwahrnehmung aufzubauen.
Snoezelen ist ein Angebot zur ersten Interaktion mit sich selbst und mit der Umwelt, nachdem z.B. ein Unfall
einen Rückzug in sich selbst nötig machte.
Petra Finger( Physiotherapeutin )
Frauke Ehlers( Physiotherapeutin )
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