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Das Krankheitsbild

Die häufigste Gehirnerkrankung ist der Schlaganfall (apoplektischer Insult, "Apoplex", complete stroke, Hirninfarkt). Fast jeder 3. Deutsche erleidet einen Schlaganfall und jeder 6. stirbt daran. Auch viele junge Menschen sind von dieser Erkrankung betroffen. Beim Schlaganfall handelt es sich um eine akute Schädigung bzw. den völligen Untergang von Hirngewebe durch eine Störung der arteriellen Durchblutung. Dies kann einerseits durch eine Blutung aus einer Hirnarterie verursacht werden, in deren Folge es zu einer Kompression der Blutversorgung im umgebenden Gewebe kommt.

Häufiger ist aber eine Einengung (z.B. durch Arteriosklerose) bzw. der Verschluss (z.B. durch ein Blutgerinnsel aufgrund arteriosklerotischer Prozesse) einer Hirnarterie die Ursache für den Schlaganfall. Von den großen Hirnarterien ist vor allem die Arteria cerebri media häufig von Durchblutungsstörungen betroffen. Und auf Grund ihres Versorgungsgebietes kommt es dann zum Ausfall der Willkürmotorik und/oder der Sensibilität auf der gegenüberliegenden Körperhälfte. Ursache hierfür ist, dass jeder Körperbereich durch die Kreuzung der Pyramidenbahn und auch der aufsteigenden sensiblen Bahnen in der gegenüberliegenden Hirnhälfte repräsentiert ist.


Beispiel: Der Verschluß oder die Einengung der rechten Arteria cerebri media führt zu Lähmungen und Sensibilitätsstörungen der linken Körperhälfte. Die Lähmung einer Körperhälfte (Halbseitenlähmung = Hemiparese) ist in der Akutphase eine schlaffe Lähmung, die später meist in eine spastische Lähmung übergeht. Je nach Ausdehnung des Schlaganfalls können zusätzliche neurologische Ausfälle (z.B. Sprachstörungen) auftreten.

Eine einseitige Hemiparese, die meistens nur das Bein betrifft, ist oft durch einen Verschluß der Arteria cerebri anterior bedingt, da dieses Blutgefäß die Mantelkante der Hemisphärenoberfläche versorgt, wo in der vorderen Zentralwindung die Beinmuskeln repräsentiert sind.

Im Zusammenhang mit einem Schlaganfall können auch verschiedene Sehstörungen auftreten:

  • Permanente Sehstörungen in einer Gesichtsfeldhälfte (homonyme Hemianopsie) sind vorwiegend durch einen Verschluss der Arteria cerebri posterior bedingt, die die Sehrinde im Hinterhauptslappen versorgt.
  • Vorübergehende Sehstörungen auf einem Auge (sog. Amaurosis fugax) deuten hingegen in Kombination mit weiteren neurologischen Ausfällen eher auf ein embolisches Geschehen - meist auf einen Embolus, der sich von einer Engstelle der arteriosklerotisch veränderten Halsschlagader (Arteria carotis communis) gelöst und kurzfristig die Augenarterie (Ast der Arteria carotis interna, der kurz vor der Arteria cerebri media abgeht) verschlossen hat.
  • Die Amaurosis fugax ist ein Warnzeichen, das zu umgehender intensiver Diagnostik führen sollte, bevor es zur Katastrophe - dem Schlaganfall - kommt.

Alle genannten Störungen können nicht nur irreversibel als Schlaganfall, sondern auch

  • nur kurzfristig auftreten und innerhalb von einem Tag wieder verschwinden (transistorische ischämische Attacke = TIA),
  • über mehrere Tage bestehen und dann wieder verschwinden (prolonged reversible ischaemic neurological deficit = PRIND) oder
  • schleichend beginnen und sich erst allmählich voll ausbilden (Progressive Stroke).



Die Pflege eines Schlaganfallpatienten

Der Schlaganfallpatient bedarf eines großen pflegerischen Engagements: Er muss sorgfältig gelagert, ernährt (parenteral oder via Magensonde), abgesaugt und katheterisiert werden, weil er in der Regel zunächst einmal motorisch weitgehend gelähmt ist und zudem mit seiner Lähmung auch überhaupt nicht umgehen kann.



Rehabilitation beim Schlaganfall

Schlaganfall ist in Deutschland nach den gefäßbedingten Herzerkrankungen (vor allem Herzinfarkt) und den Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache. Es wird davon ausgegangen, dass es in Deutschland gegenwärtig etwa 440.000 Personen gibt, die in den letzten fünf Jahren mindestens einen Schlaganfall erlitten haben und an dessen Folgen leiden. Die drohende Pflegebedürftigkeit unterstreicht die Notwendigkeit der Rehabilitation besonders deutlich.

Durch frühzeitig eingeleitete Maßnahmen der Bewegungstherapie, Krankengymnastik, Physiotherapie, Ergotherapie und Sprachtherapie kann Pflegebedürftigkeit vorgebeugt, beseitigt, gebessert oder eine Verschlimmerung vermieden werden und die Nähe zur Familie und Gemeinschaft gefördert werden.

Wo immer möglich, sollte sich nach dem Aufenthalt im Akutkrankenhaus eine intensive (Früh-)Rehabilitation anschließen. Dort ist insbesondere die motorische und sprachmotorische Rehabilitation oft mit großem Erfolg verbunden, so daß eine Einweisung in ein Pflegeheim häufig vermieden werden kann. Auf diesem Gebiet kann die Aatalklinik Wünnenberg mit ihren modernsten Diagnose- und Therapieverfahren sowie ihrem hochqualifiziertem Personal auf einen günstigen Heilungsverlauf Einfluss nehmen.


Weitere Informationen zum Thema "Schlaganfall"

Zur weiteren Informationssuche zum Thema "Schlaganfall" möchten wir Ihnen zunächst einmal die Homepage der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe empfehlen.



Woher?

Ein Schlaganfall entsteht meist dann, wenn die Blutversorgung für bestimmte Regionen des Gehirns nicht mehr ausreichend ist. Ursache dafür ist die Vereengung eines hirnversorgenden Gefäßes bei Arteriosklerose. Auch ein losgelöster Teil eines Blutgerinnsels (Thrombus) aus dem Herzen oder der Halsschlagader, der mit dem Blutkreislauf ins Gehirn gelangt, kann zur Vereengung einer Hirnarterie und dadurch zu einem Schlag bzw. zu einem Hirninfarkt führen.


Warum?

Bis heute ist die Ursache eines Schlaganfalls in knapp 30% der Fälle nicht sicher feststellbar. Daher wird bei jedem Patienten nach möglichen Auslösern gesucht, um das Risiko eines weiteren Krankheitsschubs zu vermindern.

Wichtigste Risikofaktoren eines Schlaganfalls sind: Bluthochdruck, Herzerkrankungen (insbesondere Herzrhythmusstörungen), Rauchen, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen mit erhöhten Blutfetten, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, Kontrazeptiva (die "Pille") und erhöhter Alkoholkonsum.


Wann?

All diese Faktoren betreffen nicht nur ältere Menschen. Aber auch immer mehr Menschen in mittleren und sogar jüngeren Alters werden durch einen Schlag aus ihrem aktiven Leben herausgerissen.


Vorboten

  • Muskelschwäche in Armen, Beinen oder Gesicht
  • zeitweilige Einengung oder plötzlicher Wegfall des Blickfeldes, Doppeltsehen
  • momentanes Schwindelgefühl, evtl. Erbrechen oder Stürzen
  • unerwartete Unsicherheit beim Gehen, anstoßen an Möbel in vertrauter Umgebung
  • plötzlicher Kopfschmerz
  • unbekannte Schluckbeschwerden
  • Sprech- und Verständigungsschwierigkeiten



Erste Hilfe

Beim Schlaganfall treten die oben angeführten Symptome in erheblich verstärkter Form und dauerhaft auf. Beobachten Sie diese, oder klagt eine Person Ihrer Umgebung über derartige Störungen, sollten Sie unbedingt sofort

  • einen Notarzt über die bundesweit einheitlichen Notrufnummern 110 (Polizei) oder 112 (Feuerwehr) anrufen und die Lage kurz und präzise schildern
  • Ruhe bewahren
  • beengende Kleidung des Kranken lösen, ihn in Rückenlage oder in stabile Seitenlage bringen
  • Fenster öffnen zur besseren Sauerstoffversorgung

Ebenso wie beim Herzinfarkt hängt die Rettung eines Schlaganfallpatienten am seidenen Faden einer äußerst schnellen Versorgung mit ärztlicher und fachärztlicher Betreuung, da es in beiden Fällen gilt, die ununterbrochene Zufuhr von Sauerstoff zu den lebenswichtigen Organen Herz und Gehirn wiederherzustellen.

In den vergangenen Jahren haben sich bahnbrechende Fortschritte bei der Behandlung des akuten Schlaganfalls gezeigt. Ähnlich wie beim Herzinfarkt stehen heute Medikamente zur Verfügung, die den Verschluss der Arterie bei einem Hirninfarkt aufzulösen vermögen (Lyse). Dies ist aber nur erfolgreich, wenn die Behandlung innerhalb der ersten Stunden einsetzt. Spätestens drei bis sechs Stunden nach dem akuten Ereignis steigt das Risiko von gravierenden Nebenwirkungen (etwa von Hirnblutungen) so an, dass von einer Lysetherapie abgesehen werden muß.

Nach den ersten sechs Stunden können jedoch andere Behandlungsmethoden noch erfolgreich angewandt werden. sie eröffnen wenigstens die Möglichkeit, die Ausweitung des geschädigten Hirnareals zu verhindern und damit die Schädigungen nach einem Schlaganfall einzugrenzen.

Umgehende ärztliche Hilfe und Einlieferung ins Krankenhaus sowie die baldige Einweisung in eine neurologische Spezialklinik sind also das A und O der ersten Maßnahmen.

   
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Aphasien - Was sind das?

Aphasien sind erworbene Sprachstörungen, die als Folge einer Verletzung des Sprachzentrums - in der Regel die linke Hirnhälfte betreffend - auftreten können.

Neben Hirntumoren, Hirnentzündungen und Hirnverletzungen sind es vor allem Schlaganfälle (80%), die bei den jährlich 80.000 erkrankten Menschen zum Verlust der Sprache führen können. Die Zahl der in Nordrhein-Westfalen neu erkrankten Menschen beläuft sich auf jährlich 17.000.


Je nach Ausmaß der Störung sind die sprachlichen Fähigkeiten: Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben betroffen. Zu den Standardsyndromen zählen die Globale Aphasie, die Wernicke Aphasie, die Broca Aphasie und dei Amnestische Aphasie.

Bei sehr schwerer Schädigung - wie z.B. im Falle einer globalen Aphasie - erleiden Aphasiker einen völligen Sprachverlust, der sich trotz intensiver Therapie oft nur teilweise zurückbildet.

Der hierzu erforderliche Lernprozess kann mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Trotz des Sprachverlustes und der Verständigungsschwierigkeiten sind bei aphasischen Menschen alle geistigen Fähigkeiten erhalten geblieben.

Begleitstörungen

  • Sprechstörungen (Dysarthrien)
  • Schluckstörungen (Dysphagien)
  • Gedächtnisstörungen,
  • Rechenstörungen,
  • Störungen in der Aufmerksamkeit,
  • Sehstörungen,
  • körperliche Lähmungserscheinungen,
  • allgemeine Motivationsschwierigkeiten,
  • psychosoziale Probleme wie Ängste, Depressionen, Partnerschaftskonflikte etc.


Logopädie

Schluckaktanalyse unter Röntgenkontrolle

Im Bereich der Logopädie der Aatalklinik Wünnenberg wird vor Therapiebeginn eine umfassende Diagnostik der Sprach-, Sprech- oder Schluckstörungen vorgenommen. Dazu verfügt die Logopädie über ein nach modernsten Gesichtspunkten ausgestattetes computergestütztes neurophonetisches Labor sowie über die Möglichkeit zur Durchführung einer neurofunktionellen Schluckaktanalyse und der Fiberendoskopischen Untersuchung.

Ambulante Aufnahme


Die Aufnahme einer ambulanten logopädischen Behandlung erfolgt in Absprache mit dem Regionalzentrum OWL für Aphasiker.

Ihr Ansprechpartner ist in diesem Fall:

Dr. Volker Runge
Leiter des Regionalzentrums OWL für Aphasiker
In den Erlen 22
33181 Bad Wünnenberg
Tel.: 02953/ 970-873
Fax: 02953/ 970-675
E-Mail: regionalzentrum.owl@aatalklinik.de

Beratung nach telefonischer Vereinbarung

Kontoverbindung (spendenberechtigt)
Sparkasse Paderborn
BLZ: 472 501 01
Kto: 57000887


Stationäre Aufnahme

Die stationäre Behandlung in der Aatalklinik, in der der /die Patient/in neben einer logopädischen Intensivrehabilitation auch von weiteren Anwendungen (Neuropsychologie, Physiotherapie, Ergotherapie etc.) profitieren kann, wird durch das behandelnde Krankenhaus oder den behandelnden Haus-/Facharzt eingeleitet.

Im Falle einer stationären Behandlung geben wir Ihnen gerne telefonisch weitere Auskünfte und helfen Ihnen bei der Erledigung notwendiger Formalitäten.

Aufnahmebüro
Aatalklinik Wünnenberg
In den Erlen 22
33181 Bad Wünnenberg
Telefon: 02953/970-541
Telefax: 02953/970-545

Und so finden Sie uns (Anfahrtskizze)

   
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Beratungs- und Begegnungszentrum für
Patienten nach Schlaganfall und ihre Angehörigen




Aufgaben und Ziele des Schlaganfallbüros


Das Schlaganfallbüro Wünnenberg arbeitet eng mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe in Gütersloh zusammen und hat mehrere Aufgaben:

Aufgaben in der Selbsthilfekoordination
  • Regionale Koordination und Betreuung der Schlaganfall-Selbsthilfegruppen (Initiierung, Gründung, Betreuung, Begleitung)
  • Organisation von Angehörigenarbeit
  • Initiierung von Sport- und Therapiegruppen
  • Organisation und Durchführung von Treffen zum Erfahrungsaustausch

Beratung von Patienten und Angehörigen
  • Informationsnachmittage für Betroffene und deren Angehörige
  • Fachliche Beratung und Unterstützung
  • Vermittlung von ambulanten und stationären Therapien
  • Beratung von Interessierten zur Risikofaktoren und Vorbeugemaßnahmen cardiovaskulärer Erkrankungen (Schwerpunkt Schlaganfall)
  • Unterstützung der Schlaganfall-Betroffenen und deren soziales Umfeld bei der Kontaktvermittlung, Fragen der Finanzierung, Raumsuche, Unterstützung bei Programmgestaltung

Öffentlichkeitsarbeit
  • Aufklärung über den Schlaganfall und seine Folgen sowie über Schlaganfallvor- und nachsorge

Fort- und Weiterbildung
  • Durchführung von Seminaren und Vorträgen für Patienten, Angehörige, Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte und Interessierte

 

Ihr Ansprechpartner im Schlaganfallbüro ist:

Dr. Volker Runge
Leiter des
Regionalen Schlaganfallbüros

In den Erlen 22
33181 Bad Wünnenberg

Tel.: 02953/970-873
Fax: 02953/970-675
Mail: schlaganfallbuero@aatalklinik.de

Beratung nach telefonischer Vereinbarung


   
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Behandlungs- Beratungs- und Begegnungszentrum für Patienten mit Sprach- Sprech- und Schluckstörungen und ihre Angehörigen


Aufgaben und Ziele des Regionalzentrums OWL


Das Regionalzentrum Ostwestfalen-Lippe für Aphasiker wurde in Zusammenarbeit mit dem Aphasiker-Zentrum NRW e.V./Essen gegründet.
Das Regionalzentrum OWL verfolgt mehrere Aufgaben und Ziele:

Beratung von Patienten und Angehörigen

  • Informationsnachmittage für Betroffene und deren Angehörige Gruppenseminar
  • Fachliche Beratung und Unterstützung
  • Vermittlung von ambulanten und stationären Therapien

Selbsthilfekoordination

  • Enge Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Aphasiker e.V. und dem Landesverband der Aphasiker NRW e.V.
  • Hilfe beim Aufbau von Selbshilfegruppen
  • Überregionaler Informationsaustausch

Öffentlichkeitsarbeit

  • Aufklärung über Aphasie, Dysarthrie sowie Dysphagie

Fort- und Weiterbildung

  • Durchführung von Seminaren und Vorträgen für Patienten, Angehörige, Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte und Interessierte

Ambulante Behandlung

Einzelberatung

  • Logopädische Diagnostik von Sprach-, Sprech-, und Schluckstörungen
  • Logopädische Therapie von Sprach-, Sprech-, und Schluckstörungen in Form von Einzelbehandlung und Gruppentherapie
  • Kommunikationstraining in Form von Spiele und Gestaltungsnachmittagen zur Überwindung sprachlicher "Hemmschwellen"

 

Regionalzentrum OWL für Aphasiker
33181 Bad Wünnenberg
In den Erlen 22
Tel.: 02953/ 970-873
E-Mail: regionalzentrum.owl@aatalklinik.de

   
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Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe     www.schlaganfall-hilfe.de
Landesverband der Aphasiker     www.aphasiker-nrw.de
Bundesverband der Aphasiker     www.aphasiker.de
Deutsch Paritätischer Wohlfahrtsverband     www.paritaet-nrw.org, www.selbsthilfenetz.de
Landesarbeitsgemeinschaft     selbsthilfe.ztg-nrw.de//